TU Berlin

Fachgebiet Kreislaufwirtschaft und RecyclingtechnologieBioRist

Ein rotes Dreieck, darunter drei orangen senkrechten Balken als Symbol für Fakultät 3. Das Symbol befindet sich innerhalb  des kreisförmigen Schriftzuges: Prozesswissenschaften.

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BioRist - Verfahren zur Biogasherstellung aus Reisstroh

Projektdauer:
01. Februar 2016 - 31. Januar 2019
Finanzierung:

  • Bundesministerium für Bildung und Forschung:
    KMU - Innovativ
Projektpartner:

Unteraufträge:

  • UPM - Umwelt Projekt Management GmbH
  • Perspectives Climate Change
Beschreibung:

Entwicklung eines innovativen Verfahrens zur Biogasherstellung aus Reisstroh und dessen Integration in regionale Wertschöpfungsketten im ländlichen Raum in Südostasien unter Berücksichtigung nachhaltiger Entwicklung und des Klimaschutzes am Beispiel Vietnam.
 
Projektziele:
Ziel des Projektes BioRist ist es, ein innovatives und technisch umsetzbares Verfahren zu entwickeln, durch welches Reisstroh enzymatisch und bakteriell zersetzt wird, um die anaerobe Vergärung und Umsetzung der Cellulose zu nutzbarem Biogas zu ermöglichen. Am Beispiel einer Pilotanlage im Mekongdelta/Vietnam soll gezeigt werden, dass das Verfahren in der Lage ist, klimaneutral Energie zu gewinnen, Methanemissionen, die durch den anaeroben Abbau des Reisstrohs in den Feldern entstehen, zu reduzieren, Dünger zu erzeugen und unter Berücksichtigung lokaler Akteure nachhaltig in regionale Wertschöpfungsketten integriert werden kann.


Projektdurchführung:
  Im Rahmen des Projektes wird ein bestehendes Verfahren aus dem Technikumsmaßstab hochskaliert und an regionale Bedingungen angepasst. Über eine Betriebszeit von zwei Jahren werden in einer Versuchsanlage die Verweildauer in den Reaktoren und die Zugabe verschiedener Co-Substrate optimiert. In das Vorhaben werden lokale Partner einbezogen, um die Anlage gemeinsam mit der Berliner Firma Herbst Umwelttechnik GmbH zu bauen und entsprechend Anforderungen lokaler Akteure zu vermarkten. Neben der technischen Optimierung wird durch die Technische Universität Berlin in Zusammenarbeit mit zwei Dienstleistungsunternehmen, welche auf die Entwicklung und Bewertung von Klimaschutzprojekten spezialisiert sind, untersucht, wie das Verfahren in ein regionales Stoffstrommanagement eingepasst werden kann und zur nachhaltigen Entwicklung und zum Klimaschutz im ländlichen Raum beitragen kann. Eine wesentliche Säule des Vorhabens ist der experimentelle Nachweis der Reduktion von Treibhausgasemissionen über die Wertschöpfungskette, was Emissionsmessungen beim Reisanbau mit und ohne Einsatz von Rückständen aus dem Prozess sowie eine Bewertung der Düngewirksamkeit der Rückstände einschließt. Durch den Betrieb der Pilotanlage wird die Biogas- und Düngemittelproduktion aus Reisstroh optimiert und die Praxistauglichkeit für den Markt gezeigt. Somit können künftig große Mengen an Reisstroh unter Bereitstellung CO2-neutralen Stroms und Prozesswärme verwertet sowie die klimarelevanten Emissionen aus Nassreisfeldern erheblich reduziert werden. Die Entwicklung von Klimaschutzprojekten unter CDM und NAMA wird die Finanzierung der geplanten Biogasanlagen nach Projektende unterstützen, die Machbarkeit wird im Rahmen von BioRist geprüft. Die wissenschaftlichen Untersuchungen zu Emissionen aus Reisfeldern unter verschiedenen Bedingungen werden dazu beitragen, die Prozesse besser zu verstehen und damit gezielt Emissionen durch optimiertes Stoffstrommanagement zu reduzieren. Es werden auch verbesserte Verfahren zum Monitoring und Bewertung von Treibhausgasemissionen entwickelt, welche als Forschungs- und Dienstleistung genutzt werden können. Die Ergebnisse der Stoffstrom- und Biogaspotentialuntersuchungen und Erarbeitung eines Konzeptes zur Transportlogistik sind Basis für die Entwicklung weiterer Projekte in ähnlichen Regionen.

Finanzierung

Lupe

Dieses Projekt wird finanziert aus Mitteln der Förderinitative KMU innovativ des Bundesministerium für Bildung und Forschung.

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