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TU Berlin

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RESUME - Ressourceneffizienz durch dezentrale Zusammenarbeit in Recyclingnetzen

Wirtschaftliches Wachstum ist mit steigendem Rohstoffbedarf verbunden. Für begrenzt vorhandene, nicht nachwachsende Rohstoffe wie Metalle stellt die Kreislaufwirtschaft einen Erfolg versprechenden und praktizierten Ansatz dar, um in Produkten gebundene Stoffe nach der Nutzungsphase erneut in Produktionsprozesse zurück zuführen. Dieser Transformationsprozess stößt momentan noch an Grenzen bezüglich Stoffausbeute, Wirtschaftlichkeit und Anwendung auf Produktgruppen mit neuen Stoffkombinationen. Beeinflusst durch die Abfallgesetzgebung haben sich in Deutschland für unterschiedliche Abfallkategorien unterschiedliche Verarbeitungswege in Recyclingnetzen etabliert. Trotz des Anspruchs, wirtschaftlich zu agieren, erfolgt entlang dieser Verarbeitungswege selten ein gezielter Abgleich des Angebots an Abfall mit der Nachfrage an Rohstoffen. Gründe sind die unzureichende Überwachung der Qualität und Quantität von Stoffströmen entlang der Entsorgungskette, fehlende interne und externe Kommunikation und der damit verbundene, unzureichende Grad der Vernetzung der unterschiedlichen bestehenden Recyclingnetze.

Ziel des BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung) geförderten Vorhabens ist es, ein informationstechnisches Instrumentarium in Form eines Demonstrators, ähnlich einem Online-Portal bzw. -Marktplatz zu erstellen, das den Abgleich von Rohstoffnachfragen, Abfallangebot und Prozesskapazitäten der Kreislauftechnik ermöglicht. Mithilfe dieses Instrumentariums sollen Nutzer - in der Kreislaufwirtschaft tätige Unternehmen - befähigt werden, sich in die technologische Wertschöpfungskette der Kreislaufwirtschaft sinnvoll zu integrieren und so an der gezielten Befriedigung Rohstoffnachfrage durch Sekundärrohstoffe mitzuwirken. Kernelement ist ein kombiniertes Werkzeug zur kreislaufwirtschaftlichen Stoffstromanalyse, zur Strategieauswahl sowie eine Angebots- und Nachfragenbörse.

Der Abgleich von Angebot und Nachfrage sowie die unternehmensübergreifende Planung der erforderlichen Stoffströme erfolgt dezentral und den Bedürfnissen und Anforderungen, z. B. die Ausbeute eines speziellen Stoffes und die Übersicht über erforderlicher Recyclingprozesse, des jeweiligen Nutzers angepasst. Das informationstechnische Instrumentarium wird die automatisierte Analyse unternehmensinterner sowie -externer Verwertungswege bezüglich der Nutzervorgaben unterstützen. Dem Nutzer werden alternative Recyclingwege aufgezeigt, die unterschiedliche Ziele verfolgen, z. B. Gewinn, Materialausbeute, gezielte Zusammenarbeit mit einzelnen Unternehmen sowie die Fokussierung auf die Rückgewinnung seltener, wertvoller oder spezieller Materialien. Bei unzureichender Datenbasis werden im Instrumentarium allgemein gültige Lösungen für den Aufbau von Recyclingnetzen verfügbar sein.

Das Instrumentarium wird sukzessive für alle Akteure der Kreislaufwirtschaft zugänglich gemacht. Prinzipiell anwendbar auf Abfall jeglicher Art soll im Projekt RESUME zunächst dieser Forschungsansatz mit dem Fokus auf Elektro(nik)altgeräte, speziell Kleingeräte, entwickelt und umgesetzt werden.

Ansprechpartner

Dipl.-Ing. Maximilian Ueberschaar



Raum Z 112
Fon: 030 - 314 29136
Fax: 030 - 314 21720

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