TU Berlin

Fachgebiet Kreislaufwirtschaft und RecyclingtechnologieHaus der Materialisierung

Ein rotes Dreieck, darunter drei orangen senkrechten Balken als Symbol für Fakultät 3. Das Symbol befindet sich innerhalb  des kreisförmigen Schriftzuges: Prozesswissenschaften.

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Reallabor Zirkuläres Wirtschaften im urbanen Raum: Kompetenzaufbau und Umweltkommunikation im „Haus der Materialisierung“ in Berlin

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Projektbeschreibung

Geleitet von Ideen einer abfallarmen, zirkulären und ressourcenschonend Wirtschaft hat sich eine Gruppe aus Initiativen zusammengeschlossen, um das erste multidisziplinäre urbane Zentrum für zirkuläres Wirtschaften in Berlin zu gründen: das Haus der Materialisierung (HdM). Als Pioniernutzung im städtebaulichen Modellprojekt „Haus der Statistik“ (https://hausderstatistik.org/) hat das HdM im Herzen Berlins, nahe des Alexanderplatzes eine temporäre Heimat gefunden. Während der Planungs- und Bauphase (2019-2022) des Haus der Statistik, werden im HdM verschiedene Nutzungen im Themenfeld der „Kreislaufwirtschaft“ ausgetestet.

Die aktuelle Planung des HdM stellt ein einmaliges Reallabor mit hoher Symbolkraft und starken Modelcharakter dar, um neue Strukturen der Verortung, Vernetzung und Kommunikation für eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft im Kontext innovativer Stadtentwicklung zu erforschen, zu erproben und zu dokumentieren.

Im Rahmen dieses Vorhabens möchten die Projektpartner interne und externe Kommunikationsstrukturen in einem Akteursnetzwerk für eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft modellhaft für ausgewählte Aktivitäten im HdM entwickeln. Diese sollen mit digitalen Tools dazu beitragen bestehende Defizite bezüglich der Transparenz von Menge, Qualität und Umweltbewertung der Materialwiederverwendung zu beheben. Damit soll ein Innovations- und Professionalisierungssprung aus der alltagspraktischen Zusammenarbeit hin zu selbsttragenden Geschäftsmodellen für zirkuläres Wirtschaften erreicht werden und Wirkung, Akzeptanz und Langfristigkeit solcher Maßnahmen gesteigert werden.

Über die Projektlaufzeit von drei Jahren werden die Aufbauprozesse sowie die Organisations- und Funktionsweisen des Zentrums als Modellprojekt im HdS dokumentiert (AP1). Die Forschungs- und Kommunikationsarbeit fokussiert sich beispielhaft auf drei gewerbliche Materialströme mit relevanten Mengenpotential, aber auch hohen Innovationspotential für die Produktentwicklung (AP2). Zur Erfassung von Quellen, Mengen, Qualitäten der umgesetzten Materialströme und zur Förderung von Produktinnovationen und Identifizierung neuer Absatzmärkte wird ein digitales Inventartool entwickelt (AP3). Dieses hat die Aufgabe die Akquise und Vermarktung von Material zu unterstützen und gleichzeitig die Umweltbewertung der Aktivitäten (AP4) zu ermöglichen. Der Demonstrationscharakter des Projektes wird durch die regelmäßigen Öffnungszeiten und offenen Führungen, sowie Veranstaltungen und praktische Workshops (AP5) unterstützt. So trägt das Projekt zur Verbreitung zirkulärer Wirtschaftspraktiken und Ideen bei und hilft die Wiederverwendung im Bereich gewerblicher Abfälle zu einer Mainstream-Aktivität und somit einen Beitrag zur Abfallvermeidung im Land Berlin zu machen (AP6).

Projektbestandteile (siehe Schaubild oben rechts):

AP1: Etablierung des HdM als Modellprojekt

AP2: Gebrauchtmateriallager für ausgewählte Stoffströme

AP3: Digitales Inventartool für Gebrauchtmateriallager und Online-Shop

AP4: Umweltbewertung

AP5: Materialspezifische Workshop-Veranstaltungen

AP6: Integration der Netzwerkaktiviäten in die allgemeine Zirkuläre Wirtschaftliche Planung und Umsetzung des Landes Berlin

AP7: Projektmanagement und Kommunikation 

Projektwebseite:

https://hausdermaterialisierung.org/

https://hausdermaterialisierung.org/ueber-uns/tu-berlin/

Partner:

·       ZUsammenKUNFT Berlin eG
https://www.zku-berlin.org/projects/haus-der-statistik/

·       Circular City - Zirkluläre Stadt e.V.

https://circular.berlin/de/

·       Material Mafia
http://www.material-mafia.net/

Projektwebseite:

https://hausdermaterialisierung.org/

Förderung:

Das Berliner Vorhaben wird fachlich sowie finanziell von der Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), Osnabrück unterstützt. Die finanzielle Förderung beläuft sich auf mit 302.000 Euro.
https://www.dbu.de/projekt_35122/01_db_2848.html

Laufzeit: 2019 -2022

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