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TU Berlin

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PuR - Mit Precycling zu mehr Ressourceneffizienz: Systemische Lösungen der Verpackungsvermeidung

Projektdauer:

Mai 2019 – April 2024

 

Finanzierung:

  • Bundesministerium für Bildung und Forschung,  Forschung für nachhaltige Entwicklung

 

Institutionen:

  • TU Berlin, Fachgebiet Kreislaufwirtschaft und Recyclingtechnologie
  • TU Berlin, Fachgebiet Sustainable Engineering
  • Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie gGmbH, Abteilung Kreislaufwirtschaft

 

Beschreibung:

Kein Land in Europa verursacht mehr Verpackungsabfall als Deutschland – im Jahr 2015 erreichte das Aufkommen einen Spitzenwert von 18,2 Mio. Tonnen. Die Menge an Verpackungsmüll hat sich allein bei Kunststoffverpackungen gegenüber dem Jahr 1995 fast verdoppelt. Die Höhe und die Zunahme des Aufkommens von Verkaufsverpackungen hängen damit zusammen, dass Verpackungen heute immer mehr Funktionen zugewiesen werden (z.B. Marketing, Logistik, Portionierung etc.). Entsprechend komplex ist die Akteurskonstellation und die Gemengelage an Interessen. Um bestehende Pfadabhängigkeiten zu überwinden, braucht es daher einen systemischen Blick auf Verpackungsvermeidung und eine Vermittlung zwischen den verschiedenen Akteuren.

Ziel ist es, grundlegende Hemmnisse der Verpackungsvermeidung in den verschiedenen verpackungsrelevanten Phasen der Wertschöpfungskette - Herstellung, Logistik, Handel, Nutzung und Entsorgung - zu identifizieren. Daraus sollen Ansatzpunkte für die Etablierung verpackungsarmer/-freier Praktiken abgeleitet werden, die letztendlich zur Einsparung natürlicher Ressourcen führen sollen.

Das Projekt analysiert das Zusammen-/Wechselspiel zwischen individuellen Faktoren, sozio-technischen Abhängigkeiten, politischen Rahmenbedingungen und Lebensstilen und verknüpft diese systematisch miteinander. Die Gruppe entwickelt auf Basis soziologischer, ökonomischer, psychologischer, politikwissenschaftlicher und stofflich-technischer Analysen Grundlagen für innovative, systemische Lösungen für Precycling. Im Gegensatz zu Recycling, lässt Precycling den Verpackungsmüll gar nicht erst entstehen. Im Projekt betrachtete Aspekte sind der Einfluss von kulturellen Zeitnutzungsmustern auf den Außer-Haus-Verbrauch von Verpackungen, das häusliche Verpackungsverhalten im Konsumalltag, Ökodesignstrategien für Produktservicesysteme, Lebenszyklusanalyse zur Bilanzierung von Verpackungsstrategien. Zudem sollen mögliche Innovationen zur Verpackungsvermeidung gemeinsam mit ausgewählten Praxisakteuren an 3 Fallbeispielen aus den Bereichen Lebensmittel/Drogerie, Lieferdienste und Individualgastronomie sowie Transportverpackungen erprobt werden.

 

 

 

 

 

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